Kiez-Demo am Samstag, den 9. Mai

Kiez-Demo am Samstag, 9. Mai auf der Böse-Brücke

Kein Hauptverkehr durch Wohngebiete!

„Wir üben die Umleitung – Schlafen wie auf der Hauptstraße“

Wir treffen uns 11.30 Uhr an der Bornholmer- / Ecke Jülicher Straße im Wedding. Mit viel Krach geht es über die gesperrte Brücke zur Kundgebung an der Ecke Malmöer Straße. Dort treffen wir auf Anwohner mit Isomatten und Schlafmützen auf der Straße, die aus dem Schlaf gerissen werden. Niemand bekommt ein Auge zu. Denn so wird sich die geplante Umleitung für uns alle anfühlen.

Kommt mit Euren Kindern – Nehmt Bobbycars, Roller, Inlineskates, Skateboards, Kinderräder mit!!! … und dazu alles, was Lärm macht – Töpfe, Hupen, Pfeifen!!!

Wir demonstrieren gegen die Pläne des Senats für Stadtentwicklung und Umwelt: Das aktuelle Umleitungskonzept für die Sanierung der Böse-Brücke setzt allein auf den Vorrang des Autoverkehrs. Die Menschen, die hier leben – Fußgänger, Radfahrer, Kinder… ihr Alltag, ihre Sicherheit, ihre Gesundheit – spielen in den Planungen keine Rolle und das bei einer Baumaßnahme, die – mindestens – zwei Jahre dauert.

Dauerlärm und Abgase. Gefahr für unsere Kinder.

Wir fordern ein neues Umleitungskonzept!

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11 Gedanken zu „Kiez-Demo am Samstag, 9. Mai auf der Böse-Brücke“

  1. Die Forderung nach einem „neuen Umleitungskonzept“ meint nicht nur die Lenkung des Verkehrs auf eine andere Straße.

    Bestandteile des Konzeptes können sein: Den Verkehrs auf mehrere Umleitungsstrecken verteilen, sodass nicht die gesamte Last auf den Schultern weniger liegt. Oder man schafft Anreize für Autofahrer, stärker den Öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. In anderen Städten wurde so etwas sehr erfolgreich umgesetzt.
    Weitere Bestandteile betreffen die Ausgestaltung von Umleitungen: Umwidmung von Tempo 30 auf 50 ist inakzeptabel, egal wo. Überflutung ganzer Wohnviertel mit dem Verkehr eines Autobahnzubringers lässt sich ebenfalls vermeiden, es kommt nur auf die Verkehrslenkung an. Weiterhin müssen Querungsmöglichkeiten sichergestellt werden. Die Rollstuhlfahrer müssen aus ihren Autos in Ruhe herauskommen. Dass die Senatsverwaltung noch nicht einmal wusste, dass in der Malmöer Straße Rollstuhlsport betrieben wird, zeigt doch nur, wie hier geplant wurde: Ausschließlich mit Blick auf die Autos, ohne Interesse für Menschen.

    Die Bornholmer Straße braucht sowieso ein neues Verkehrskonzept, das merkt man jeden Tag. Seit Jahren ist bekannt, dass die Brücke saniert werden muss. Warum wurde diese Zeit nicht genutzt, um über nachhaltige Konzepte nachzudenken? Warum soll es einfach nur der kürzeste Weg sein?

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  2. …nur zur Info: Die Tram soll für ca. 3 Monate komplett eingestellt werden…und nur darum der Vorschlag mit den Elektrobussen…bitte richtig informieren!!

    Wenn ich mir allerdings hier so den einen oder anderen Beitrag anschaue und sehe, wie reihenweise Plakate der Initiative abgerissen werden, frage ich mich im Übrigen langsam, in was für einer unsolidarischen Ecke wohne ich hier denn eigentlich.
    Plakate abreisen, der Initiative unreflektiert irgendwelche Beweggründe und Absichten zu unterstellen – ohne miteinander geredet zu haben – …das ist spiessig!
    Sorry…mensch kann ja unterschiedlicher Meinung sein…aber es ist so einfach, alles als gegeben hinzunehmen, sich nicht zu engagieren und dann auch noch die Menschen anzugreifen, die sich engagieren.

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    1. Weil die Frage immer wieder aufkommt: Alternative Strecken von West nach Ost sind z.B. die Wollankstraße und die Bernauer/Eberswalder Straße. Die Jülicher könnte man umgehen mit Hilfe der Badstraße. Alles große Hauptstraßen.
      Eine Tempo 30-Zone, in der Fußgänger Vorrang haben, in eine Vorfahrtsstraße mit Tempo 50 umzuwandeln, ist eine Umwidmung. Auch wenn sie zeitlich begrenzt ist, entwertet sie den Wohnraum. Das sollte sich niemand gefallen lassen, egal ob Hipster, Spießer, Mutti, Hundebesitzer, Alki oder wer sonst noch zu unserem Viertel gehört.
      Lassen wir uns nicht von einzelnen Umleitungs-Befürwortern entmutigen!
      Dass wir etwas bewegen können, haben wir an der von uns eingeforderten Angleichung der Parkbuchten ja schon festgestellt.

      Ich glaube an unser Viertel und freue mich auf morgen!

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      1. @ S. Zimmermann

        ich möchte, naja eigentlich nicht aber ich muss wohl, ihnen in sachen der von ihnen genannten strassen als alternative deutlich widersprechen.
        diese sind jetzt schon, wie viele andere genauso überlastet und würden DAS PROBLEM nur verwischen, zumal über schleichwege viele andere strassen u.a. auch ihre weiter betroffen wären, großräumige umleitung ist ein wunschdenken.

        wer kritik an der initiative bekundet sollte wohl kaum gleich als befürworter benannt werden

        @ sabine

        das abreissen der plakate ist alltagsvadalismus, da eine einstellung zu implementieren ist schon weit hergeholt. zum miteinander reden gebe ich dir 1000% recht, nur scheint dies bisher nur einem kleinen kreis zu gelingen, trotz verteiler habe ich KEIN treffen besuchen können, da mir zeit oder ort oder beides verwehrt blieb, leider

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    2. Eure Bürgerinitiative wird massiv von anderen Stellen angegriffen und verleumdet. Schaut euch mal die online-Nachrichten „Prenzlauer Berg Nachrichten“ an. Dort gibt es u.a. einen Beitrag einer jungen „Journalistin“ vom 16.04. „Trari Trara…“, in dem eure Initiative generell und Bürgerinitiativen allgemein in den Schmutz gezogen werden. Das wäre schon beinahe was für einen Anwalt, wie dort Lügen verbreitet werden und ihr verleumdet werdet, z.B. als „kleine Gruppe mit viel Tagesfreizeit“. Aber wer weiß schon, welche Kräfte dahinterstecken…..

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  3. Ich habe mich einmal umfassend informiert und finde schon, dass man einige Sachen vielleicht hätte anders machen können. Nur ich finde beim besten Willen keine Alternative zu der Umleitung, wenn die Brücke saniert wird. Wohin soll denn der Verkehr? Es gibt Leute, die müssen zur Arbeit und eben dort entlang. Kleine Elektrobusse sind bei der Menge an Fahrgästen, die die Tram so mitnimmt, nicht einmal ansatzweise praktikabel (Tram-Mitnahmemöglichkeit: ca. 150 Personen/Zug, kleiner Elektrobuss: ca. 22 Personen) Wieviele Busse sollen denn da fahren, wenn alle regelmässigen Fahrgäste mitgenommen werden sollen? Und würde es den Verkehr nicht noch sehr viel mehr erhöhen? Ich mein, die M13 fährt ja alle 10min. und die 50 alle 20min.
    Ansonsten sag ich nur, wer Ruhe und saubere Luft möchte ist auf dem Dorf oder auch meinetwegen in einer Kleinstadt vielleicht sehr viel besser aufgehoben. Berlin ist halt eine Grossstadt mit allen erdenklichen Vor-und Nachteilen. Rosinen können hier nicht herausgepickt werden, alles oder nichts. Und wer die Nachteile nicht hinnehmen möchte: Berlin hat einen super grossen Speckgürtel, wenn man beruflich an die Stadt gebunden ist. Dort gibt es Dörfer/kleine Städte mit wenig Verkehr, saubere Luft und die lieben Kleinen können draussen spielen, ohne das böse Autos sie stören.
    Aber dann muss man halt länger zur Arbeit fahren und die supercoole Hipster-Altbauwohnung muss dann in ein Reihenhaus, gern auch in ein Einfamilienhaus oder in eine Neubauwohnung eintauschen. Ist auch nicht viel spiessiger als diese Bügerinitiative.

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    1. joh supi schön wenn man sich informiert

      @miss.parker@live.de, den letzten absatz hättest du dir ruhig klemmen können – hipster-supercool etc. … du kennst doch garnicht alle die sich hier und dort beteiligen als das solche vorwürfe irgendwas nutzen und werde doch mal konstruktiv – meckern kann jeder

      evtl. geht es ja um fragen der gestaltung der aktuellen planung:
      -terminierung jetzt schon über eine woche überschritten?
      -senkrechtparkplätze komplett entlang der jülicher?
      – tonnagebeschränkung uaf der umleitung?
      -zusatzampel für schulweg behmstrasse?
      – tempolimits?
      -mehr kontrollen der geschwindigkeiten vor allen zu schul- und nachtzeiten?
      – aufgeschraubte tempolimitierende schwellen?
      -mehr luftmessungen und verkehrszählung um den geplanten zahlen mal den zahn zu ziehen oder eben nicht
      – veränderung der ampelschaltungen (gesundbrunnencenter u.a.)
      – beeinträchtigungen der anderen nebenstraasen (schleichwege)

      @ initiative
      wann und wo – oder ist überhaupt noch ein treffen?
      bekommt man da mal leute vom senat bzw. der bauleitenden behörde zu gesicht?

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  4. uiuiui – ob es ein besseres umleitungskonzept von der strecke her gibt bezweifel ich pers. auch, nur umsetzung und das heraushalten der bewohner ist/war unnötig und sollte geändert werden. @Malmöerbewohner ehe man unsinn redet sollte man einfach …. du weisst schon !!

    ich rege weiterhin an miteinander zu reden und zu informieren (war montag ne versammlung-wenn ja wo?)

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  5. Es gibt keine sinnvolle Umleitung über Hauptstraßen oder hättet ihr eine Idee? Menschen leben auch an Hauptstraßen. Oder geht’s hier nur darum daß keiner vor eurer Haustür vorbei fahren soll?

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    1. Großartiger Beitrag!!! Sie scheinen sich offensichtlich ausführlich mit den Beweggründen und Anliegen der Anwohnerinitiative beschäftigt zu haben.

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  6. gibt es da nen flyer als pdf?

    p.s. ich habe mich mehrfach für den verteiler „beworben“, anscheinend funzt ja euer kontaktformular hier nicht, oder ihr macht nix über den verteiler?

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