Unsere Forderungen

Laut aktueller Prognose der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt werden jeden Werktag 10.000 Autos die geplante Umleitungsstrecke durch die Jülicher-, Behm- und Malmöer Straße befahren. Auch in der Schivelbeiner-, der Schönfließer Straße sowie den Nebenstraßen wird der Verkehr um ein Vielfaches rund um die Uhr steigen. Was das an permanentem Verkehr, Abgasen und Lärm für das ganze Viertel bedeutet, kann sich jeder ausmalen. Das wollen wir als Anwohner im Prenzlauer Berg und Wedding nicht einfach hinnehmen!

Welche Probleme sehen wir als die dringendsten an?

  • Keine Anwohnerinformation: Großer Ärger bei allen Anwesenden, dass die Stadt die Anwohner nicht informiert, sondern Fakten schafft über die Köpfe der Betroffenen hinweg.
  • Unerträglich hohe Verkehrsdichte bei 10.000 prognostizierten Autos täglich (wahrscheinlich werden es wesentlich mehr): Regelmäßig Stau und
  • Übermäßiger Verkehr auch in Nachbarstraßen
  • Starke Lärmbelästigung tags wie nachts
  • Zu viele Abgase: Gesundheitsgefährdend hohe Schadstoff-Emissionen für alle Anwohner und speziell die vielen Kinder im Kiez – verstärkt durch die lange Dauer der Umleitung von mindestens zwei Jahren.
  • Gefährdung der Sicherheit: Wer garantiert uns, dass keine (Schul-) Kinder und alten Menschen bei dem permanent dichten Verkehr und zweispuriger Verkehrsführung in der Jülicher-, Behm- und Malmöer Straße angefahren und verletzt werden? Das Viereck Bornholmer Straße, Malmöer Straße, Schivelbeiner Straße, Schönhauser Allee ist zudem Einzugsgebiet der Bornholmer Grundschule.
  • Wie und wo können die Anwohner noch sicher die Straße überqueren? Wo bleibt Platz für Radfahrer?
  • Bedingt durch den neuen Bodenbelag und die Zweispurigkeit rechnen wir mit hoher Geschwindigkeit bei Autofahrern trotz Tempo 30, wenn gerade kein Stau ist. Denn die Autofahrer werden ebenfalls genervt und gereizt sein von der Umleitung.
  • Lange Dauer der Sanierungsarbeiten: Wer garantiert, dass es bei bereits sehr langen zwei Jahren Umleitung bleibt? Alle Erfahrungen in Berlin sprechen gegen die planmäßige Umsetzung der Maßnahmen.
  • Rückbau, Verkehrsberuhigung: Wer gewährleistet, dass, falls die Umleitung so durchgesetzt wird, nach der Maßnahme wieder eine echte Verkehrsberuhigung eintritt? Kommt es zu einer Wiederherstellung der Bremsschwellen und des Kopfsteinpflasters?

Was sind unsere wichtigsten Forderungen?

  • Anwohner in die Planungen miteinbeziehen!
  • Ein neues, intelligentes Umleitungskonzept: Weiträumige Umleitung des Verkehrs über Hauptverkehrsstraßen und Verkehrsvermeidung. Die  Wohnstraßen können den Verkehr der Bornholmer Straße unmöglich auffangen.
  • Beschleunigte Sanierung der Bornholmer Brücke. Warum bei den Sanierungsmaßnahmen auf Kosten der Anwohner sparen? Wieso kann nicht wesentlich schneller saniert werden?
  • Kann nicht für die Zeit der Sanierung eine Behelfsbrücke eingerichtet werden?
  • Tempo-30-Zone gewährleisten: Tempo-30-Zone-Schilder bleiben, Fahrbahnmarkierungen, Hinweis auf Schulkinder, Bremsschwellen, Ampeln, Blitzer, Zebrastreifen
  • Einspuriger Verkehr in einer Richtung, auch falls Malmöer- und Jülicher Straße tatsächlich in Einbahnstraßen verwandelt werden. Nur so kann rücksichtsloses Drängeln vermieden und der Verkehr reduziert werden.
  • Kein Schwerverkehr!
  • Verträglicher Schienenersatzverkehr: zeitlich begrenzt, kein Nachtverkehr, Kleinbusse und Elektrobusse anstelle der Riesenbuse

2 Gedanken zu „Unsere Forderungen“

  1. Hallo,
    vielen Dank dem Team der Bürgerinitiative für die bisher geleistete Arbeit.
    Ich möchte gerne noch eine Forderung zur Diskussion stellen (sofern noch nicht erfolgt), welche dazu beitragen könnte, den Verkehr im Viertel für die Zeit der Baumaßnahmen an der Bösebrücke zu beruhigen.
    Wie bestimmt alle im Kiez wissen, kommt es zu den Stoßzeiten in regelmäßigen Abständen zu einem Rückstau auf der Bornholmer Str.. Einige Autofahrer versuchen dann auf der Paul-Robeson-Str. den Stau zu umfahren. Dabei lassen Sie sich von dem schlechten Fahrbahnbelag nicht abhalten möglichst schnell zu fahren. Dies führt gerade in den Kreuzungsbereichen der Schönfließer Str., Driesner Str. und der Seelower Str. zu Gefährdungen von Fußgänger und Radfahrer.
    Sollte der Verkehr auf der Malmöer Str. während der Baumaßnahmen an der Bornholmer Brücke von Süden nach Norden fließen, wird das oben beschriebene Verkehrsverhalten höchst wahrscheinlich dazu führen, dass viele Autofahrer versuchen werden einen möglichen Rückstau über die Schönfließer Str., Driesner Str. und der Seelower Str. zu umgehen. Dies dürfte zu Stoßzeiten zu einem erheblich größerem Verkehrsaufkommen im Viertel und somit zu größeren Gefährdungen der Fußgänger und Radfahrer führen als heute.
    Eine Einbahnstraßenregelung für Autofahrer (Fahrradfahrer natürlich ausgenommen!) auf dem Teil der Schönfließer Str., Driesner Str. und der Seelower Str. zwischen Paul-Robeson Str. und Schivelbeiner Str. von Norden nach Süden würde helfen den Verkehr auf die Malmöer Str. zu konzentrieren und damit dazu beitragen wenigstens im Rest vom Kiez den Verkehr zu beruhigen.
    Viele Grüße
    Thorsten Moll
    Ueckermünder Str.

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